1. Schwarzataler Corona FUN Duathlon – Fuck Covid-19

Mein erster Blog-Post mit einem unanständigen Wort im Titel. In dem Fall aber mehr als gerechtfertigt. Covid-19 hat das ganze Leben wie wir es kennen zum Stillstand gebracht. Auch mein Triathlon-Comeback nach meiner ausgekugelten Schulter die mich 2019 gestoppt hatte, war davon betroffen.

Unter normalen Umständen hätte ich diesen Sonntag das zweite Mal bei beim Schwarzataler Triathlon antreten sollen, der vom ATSV Tri-Ternitz veranstaltet wird.

Nach der gesetzlich notwendigen Absage hatte ich die Wahl mein Nenngeld zurück zu bekommen, oder es für 2021 im „Pott“ zu lassen. Meine Entscheidung für die „Pott“-Option war eine einfache.

Warum? Weil dieser Ternitz, in Niederösterreich, stattfindet, auf vielen Ebenen der netteste Wettbewerb ist, bei dem ich antreten durfte. Mit einem Freibad als zentraler Ort Schwimmteil, Wechselzone und komfortabler Standpunkt für Support und ZuschauerInnen. Und mit dem ASV Tri-Ternitzdas wohl entspannteste und netteste Orga-Team eines Triathlons die diesen Event jedes Jahr auf die Beine stellt.

Was ist ein Fun-Duathlon?

Daher eigentlich nicht verwunderlich, dass der ATSV Tri-Ternitz eine nette Überraschung per E-Mail kurzfristig präsentierte. Als Ersatz für den abgesagten Triathlon wurden wir TeilnehmerInnen dazu aufgerufen am 1. Schwarzataler Corona FUN Duathlon teilzunehmen.

Obwohl das Schwimmen beim Triathlon meine stärkste Disziplin ist und ich diese Duathlon Variante Laufen – Radfahren – Laufen eigentlich wie die Pest hasse, war ich sofort dabei.

Doch wie sollte dieser Duathlon ablaufen? Alle willigen TeilnehmerInnen wurden dazu angehalten die Duathlon-Teile – 5 km Laufen, 20 km Radfahren, 5 km Laufen – am Wettkampftag zwischen 8.00 und 16.00 indoor oder outdoor eigenständig zu absolvieren. Die Runden sollten sie mit ihren ihren Garmin- Polar-, Suunto oder vergleichbaren Fitness-Trackern mitzuloggen. Diese Aufzeichnungen konnten dann dem Organisationsteam gesendet werden, die daraus eine Wertung bastelten.

Zusätzlich wurden alle TeilnehmerInnen in einer WhatsApp Gruppe zusammengefasst, um zumindest ein bisschen Wettkampfstimmung zu erzeugen und zu visualisieren.

Für mich war klar dass ich diesen Duathlon in meinem Heim-Gebiet, der Wiener Donauinsel, absolvieren werde. Radmässig war ich mit meiner Neuanschaffung, meinem Taxc Flow Smart – Trainer, recht gut im Training, laufmässig weniger, aber ich war trotzdem sehr motiviert.

My Auto is my Wechselzone

So stand ich dann um 9.00 am Parkplatz Neue Donau. Mein Auto war meine persönliche Wechselzone.

Meine Social-Distance Wechselzone

Das Wettkampfwetter war perfekt. Blauer Himmel, angenehme Temperaturen und nur leichter Westwind (durchaus eine Seltenheit auf der Donauinsel).

Sowohl die Lauf- als auch die Rad-Distanz hatte ich für mich als jeweils eine Runde geplant, mit jeweils zwei Brückenquerungen über die Neue Donau. Die Radrunde hatte ich absichtlich in den gering frequentierten Bereich der Donauinsel östlich von der Reichsbrücke gelegt, um möglichst wenig Sonntagsausflugsverkehr beachten zu müssen.

Bei der ersten Laufrunde waren die Beine noch etwas müde. War die recht intensive Zwift-Trainingssession am Vorabend scheinbar doch nicht die beste Idee. Gegen Ende kam ich dann besser in den Lauf. Einen kleinen Schlenkerer musst ich im letzten Drittel der ersten Laufrunde noch machen um bei meiner Wechselzone wirklich auf die 5km zu kommen.

Entspannter Wettkampf

Der Wechsel selber war recht entspannt, da die Wechselzeit nicht zur Gesamtzeit des Duathlons gezählt wurde. Trotzdem war ich nach drei Minuten am Rad unterwegs. Und da machte sich das Radtraining der letzten Wochen bezahlt. Recht fix ging es Richtung Schleusenbrücke die der Wendepunkt meiner Radstrecke war.

Im entspannten Wettkampfmodus geht auch mal eine Photopause.Schleusenbrücke – Blick nach Westen.

Die Donauinsel ist zwar mein Heimat-Trainingsgebiet, was mich aber nicht davon abgehalten hat mich zweimal zu verfahren. Prinzipiell kein Beinbruch, aber einmal musste ich ungeplanter stehenbleiben und wenden. Zusammen mit einem zweiten notwendigen Stopp um ein paar unsichere SonntagsradlerInnen nicht zu überfahren, zerstörte dies meinen geplanten 30iger-Schnitt leider.

Von dem her war ich dann doch eine Stunde zu spät unterwegs. Mit Start um 8.00 hätte ich wohl etwas weniger Verkehr gehabt.

Egal, recht schnell war ich dann wieder bei meiner blauen Wechselzone und es ging das letzte Mal auf die Laufrunde. Diesmal auf einer anderen Brücke das erste Mal über die Neue Donau um mir den Schlenkerer am Ende der Runde für die nötigen 5 km zu sparen. Mittlerweile waren die Temperaturen schon höher – aber der Spasslevel war nach wie vor hoch.

Was mir im Vergleich zu einem herkömmlichen Triathlon abging, waren die anderen TeilnehmerInnen. Der direkte Vergleich auf der Strecke hilft mir erfahrungsgemäss den inneren Schweinehund einfacher zu überwinden. So war es dann eine recht entspannte Runde. Interessanterweise war ich dann am Ende nahezu gleich schnell als zu Beginn des Duathlons.

Tradition am Schluss

Und am Ziel gab es dann doch ein gewohntes Erlebnis – dort wartete der beste Support aller Zeiten – meine Ehefrau S. – schon auf mich um das schon traditionelle After-Wettkampf-Selfie zu machen.

Alles in allem ein super Wettkampf, auch wenn ich im illustren 10er-StarterInnen-Feld heroischer 10er wurde. Danke auch an den ATS Tri-Ternitz für die witzige Alternative. Und ich freu mich schon auf den 16.5. 2021 wenn es dann den Schwarzataler Triathlon hoffentlich wieder im gewohnten Format geben wird.

Written by Manuel

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