Kraków die Quelle meiner besseren Hälfte ist mittlerweile mein regelmässige Ziel von kürzeren und längeren Besuchen. Auch wenn es viele WienerInnen nicht so wahrnehmen – willkommen „Eiserner Vorhang“ im Kopf – liegt Krakow strassenkilometermässig näher bei Wien als Innsbruck.
Ekstraklasa in Kraków
Kraków ist gleich mit zwei Teams in der Ekstraklasa, der obersten polnischen Liga vertreten. Wisła Kraków und KS Cracovia sind intensive Stadt-Rivalen inklusive der zugehörigen Fan-Animositäten. Verschieden Stadt-Teile „gehören“ den einzelnen Fan-Gruppierungen was sich in auch gerne in farbenfrohen Graffitis in den jeweiligen Stadtteilen manifestiert. Besonders pikant ist die Situation dass deren Heim-Stadien nicht mehr als 1000m voneinander entfernt sind.
Karta Kibica – Big Brother is watching me

Mit der Karta Kibica konnte ich dann problemlos bei den Kassen des Stadions Karten für das Match von Wisła Kraków gegen Lech Poznań erstehen. Obwohl nominell ein Spitzenmatch – ist doch Lech Poznań regierender polnischer Meister und Red Bull Salzburg aus der EL-Saison 2010/2011 in unliebsamer Erinnerung – war die Schlange kurz und die Menge an Tickets gross. Ich sicherte mir problemlos ein Ticket. Ich konnte mir sogar den Platz so aussuchen dass ich neben L., Schulfreund meiner Freundin und Wisła Fan, sitzen konnte. Lokale Fussballfachbetreuung war damit auch gesichert. Die Ticketpreise sind auch überaus freundlich, 55 Zloty also ca 11,5 Euro für Sitze auf der Längsseite belasten die Geldbörse nicht allzusehr.
Game Day


Gering an Zahl – hoch an Dezibel
Auch wenn das Haus nicht voll war – schon von Beginn an, traditionell mit der polnischen Hymne gefolgt vom Wisła-Lied – die Heim-Fans machten das halbleere Stadion mit ihrer Lautstärke mehr als vergessen. Nicht zur Beginn des Spieles, der Pegel blieb die ganzen 90 min hoch.
Fazit Stimmung hoch – Niveau – mittel
Weniger hoch war das Niveau der Party. Ehrlich gesagt hatte ich mir etwas mehr erwartet. Auf beiden Seiten reagierten konservative Taktik und eher mittleres Tempo. Aussenverteidiger blieben auf defensive Aufgaben beschränkt, modernes Flügelspiel war daher nicht auf der Tagesordnung. Vergleiche sind immer schwer, aber das Match hätte ich in der Bundesliga im Mittelfeld angesiedelt. Vorteil daran war, dass ich mich mehr der Atmosphäre und der Stadion-Kulinarik widmen konnte, ohne Angst zu haben Höhepunkte zu verpassen

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