Wo der Frühling zwei Wochen später kommt

Stell diese Frage einem geeichten ÖsterreicherIn und es gibt nur eine Antwort – das wunderschöne Waldviertel. Und neben schöner, rauher Landschaft, Mohn, Erdäpfelknödel bietet diese Region den einen oder anderen netten Fluss zum Kajaken.

Ein gewisser Osterbrauch des Outdooronkels stellt das Befahren eines solchen dar. Regelmässig am Ostermontag wird der obere Teil des Kamp (siehe Routenbeschreibung von kajak.at).
befahren.

Nur voriges Jahr habe ich ausgelassen, vielleicht auch deswegen, weil ich vor zwei Jahren einen potentiell lebensgefährlichen Schwimmer (ja unter einem Baum hilft Eskimorolle auch nix mehr) auf der Strecke.
IMGP6897Kurze Pause

Umso wichtiger wie ein gestürzter Reiter wieder aufzusitzen. Nach einer nicht geplanten – nichts destotrotz mehr als netten und langen Nacht – gings übernächtigt Richtung Zwettl.

Das feine Wetter und der fette Wasserstand besiegten Anfangsunsicherheiten und kajakungewohnte Steifigkeit der Muskeln und genussvoll gings Richtung Stiefern.

Verblockte Stellen wechseln mit offenen Mäanderstrecken, tiefer Wald in dem man sich ein Einhorn durchaus vorstellen könnte das durch den Wald läuft.

IMGP6887

Unterwegs war ich mit Outdooroma, Uli und Gerhild, wobei diese leicht unentspannt auf der Hälfte des Weges von einem zufällig auftauchenden Auto (mitten im Wald auf einem Wanderweg) inkl. Kajak aufgelesen wird.

Gut so, denn technisch wird die Strecke von da an etwas schwieriger, aufgrund des geringen Gefälles ist der Stromzug allerdings nicht so hoch und daher sind die verblockten Stellen mit Genuss technisch fahrbar.

Das Wehr kurz vor Stiefern allerdings umtragen wir, muss nicht sein, warum sieht man hier:

Dann noch ein wenig mit der Kamera experimentiert (warum wird immer mir die Kamera gegeben, da gibts nie Actionshots von mir …) Dabei kam folgende Videosequenz dabei raus:

Danach gings über die Zwischenstation Zwettl (perfekte Erdäpfelknödel) wieder per Auto zurück nach Wien.

Endgültig jeden Anschein von Seriosität habe ich dann verloren als ich dann noch eine Stunde Radfahren im Dunkeln anhängte um meinem Trainingsplan genüge zu tun. War trotz des augenscheinlichen Wahnsinns sowas nach Stunden Kajaken zu tun, eine recht angenehme Abwechslung und Auslockerung.

Written by Manuel

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