Im Schatten Jesus

Nach dem Strandwahnsinn des Wochenendes muss wiedermal ernsthafter Kulturtourismus her – also ab nach Lissabon. Werd da echt zum Pendler Cascais-Lissabon, es fangen schon die ersten Mitfahrgaeste zum Wiedererkennen und Gruessen an.

In Cais de Sodre heissts Umsteigen auf einer der Faehren ueber den Tejo. Da fahren einige als normaler Teil des oeffentlichen Verkehrssystems verschiedene Ziele an.

Da fahren unter anderem hypermoderne Katamaranfaehren weg. Da freu ich mich schon drauf bis ich drauf komm, dass meine – Richtung Cacilhas – ist natuerlich eine stinknormale alte Faehre. Egal ist trotzdem laessig ueber den Tejo zu tuckern.

Dort angekommen gehts per Fuss durch den Stadtteil Almeda bergauf zur Cristo do Rei Statue hinauf. Das ist eine 28m hohe Statue die auf einer Klippe ueber dem Tejo steht. Vorbild dafuer ist die bekannte Statue in Rio de Janeiro. Da haben sich dann die portugiesische Kirche eingebildet die muessen auch so eine haben, haben flugs eine landesweite Kollekte gestartet und der Staat hat auch was dazu gezahlt – und schwupps war sie fertig.

Almeda ist wieder ganz anders als ich Lissabon bisher erlebt habe, unten am Tejo noch sehr touristisch dann aber mehr und mehr normales Wohngebiet, ich komm an einer Schule vorbei wo hunderte Kinder laermen und spielen. Oben angekommen, faellt mir die Statue natuerlich als erstes ins Auge. Noch beeindruckender ist allerdings der Blick vom Fuss der Statue runter auf den Tejo mit regem Schiffsverkehr. und Lissabon. Zu meiner Rechten ist wieder die Ponte 25 de Abril.

Auf die Statue selbst fahre ich nicht rauf (da gibts einen Aufzug) sondern ich sitz ueber eine Stunde da und lass den Blick auf mich wirken, im Hintergrund ist auch das Meer zu sehen und ich kann verstehen warum es viele Leute dorthin zieht.

Bisher war ich ja nicht so der Meeresfreak, aber ich glaub das hat sich hier geaendert.

Ich reiss mich los und mach mich auf den Abstieg, diesmal ueber einen anderen Weg, der dann ueber Stufen dann der alten Kaimauer von Cacilhas entlang des Tejo folgt.

Dort gehe ich an einer ganzen Reihe von alten Gebaueden vorbei die frueher Lager und Gewerbebetriebe waen und jetzt groesstenteils nur mehr Ruinen sind.

Doch aus einer der baufaelligen Hausfronten ist lauter Rap zu hoeren, ich stell mich auf die Zehenspitzen und kann dort fette Boxen ein Soundsystem und paar Monitore sehen. Neugierig bin ich, aber niemand ist drinnen zu sehen den ich fragen koennte was da los ist.

Seltsam, egal ich geh weiter und fahr ueber den Tejo wieder zurueck nach Cais do Sodre.

Sehr fit bin ich nimmer, also geh ich nochmal in den Bairro Alto um was zu essen und was zu trinken. Check wieder einen Tipp des Resiefuehrers aus und er ist ganz ok.

Ein sehr stylisches Cafe mit Terasse, ich bekomm noch den letzten Tisch mit Blick auf den Tejo und geniess dort mein Mittagessen und „um Galao“ einen Milchkaffe in einem Glas.

Rundherum kein einziges portugiesisches Wor, groesstenteils deutsche Touris ( warum erkenn ich die schon von weitem immer so leicht)

Danach wieder zurueck nach Cascais, ein bisschen noch Sonne geniessen und chillen.

Written by Manuel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Ich stimme zu

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.