In the middle of Lisboa

… das war das Motto des heutigen Tages. Sightseeing war angesagt, also in der Frueh gleich nach Lissabon hinein, aus dem Zug in die Metro – aehnliches System wie in London mit Schranken die dich erst nach Entwerten des Fahrscheins reinlassen – Richtung Terreiro do Paco.

Dort angekommen, raus aus der U-Bahn und gleich einen neuen Rekord gebrochen. Kaum 10sec auf dem Platz Praça do Comercio, dem Start meiner Tour angekommen, wurden mir gleich drei verschiedene illegale Substanzen zum Kauf angeboten. Ich muss also echt fertig ausgesehen haben – ist ok denn das ist erst der Anfang des Urlaubs.

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Da ich mich aber auf herkoemmlicherweise entspannen wollte, ging ich stattdessen Richtung Alfama los, eines der bekanntesten Altstadgebiete Lissabons los. Wie fast ueberall in Lissabon gehts da fest bergauf und bergab. Ich haette auch einer der bekanntesten Strassenbahnlinien der Stadt, die Linie 28, nehmen koennen, die sich auf irrwitzig engen und steilen Strassen raufmueht.

Aber selbst ist der Manuel und so gings per pedes die gepflasterten Wege (hier sind alle Gehsteige gepflastert ausser es sind grad paar Pflastersteine rausgebrochen, dann ist das Pflaster durch Loecher unterbrochen).

Und ich muss sagen die visuellen Eindruecke waren stark, enge Gassen, verwinkelte Haueser, die sehr nett aussehen aber zum Teil innen schon ziemlich heruntergekommen sind. Von aussen sind die Hauser ueberwiegend in einem schlechten Zustand, hin und wieder sind sie mit den Azulejos uebersaet, den bekannten Keramikkacheln Portugals. Die sehen sehr fein aus – da werd ich mir welche als Mitbringsel organisieren.

Dazwischen das Teatro Romano, ein altes roemisches Theater fuer 5000 Zuschauer das inmitten der Haeuser ausgegraben und jett ansehbar ist. War recht beeindruckend, aber die Aussicht von dort runter auf den Tejo war atemberaubend.

Interessant dass echt wenig Touristen wie ich unterwegs sind, klar merkbar dass Nebensaison ist. Aber auch der Verkehr in Lissabon der angeblich so stark sein soll, hab ich bis jetzt so nicht empfunden.

Weiter gings immer noch bergauf Richtung Castel Sao Jorge ist sowas wie die Feste Hohensalzburg nur halt dass die in Lissabon steht. Schoener Ausblick rundherum, und die Moeglichkeit auf den alten Mauern herumzuturnen waren dort die Hoehepunkte.

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Und weil das Herumturnen auf jahrhundertealten Gemaeuer hungrig macht, war ich dann gleich auf der Suche nach einem Gegenmittel. So was zu finden ist kein Problem, hier gibts hunderttausend Lokale, Cafes etc.

Ich hatte da einen Tipp, dem ich auch gleich folgte. Dort wollte ich mir meine muehsam erlesenen Portugiesischkenntnisse zu nutze machen …

Hat auch super funktioniert – die sehr nette und huebsche Kellnerin hat mich als Reaktion auf meine drei auswendig gelernten Saetze gleich auf portugiesisch niedergequasselt (also wers kennt – eine lange Reihe von Konsonanten und Sch-Lauten hin und wieder unterbrochen durch ein paar seltene Vokale).

Super, da musste ich gleich mal wieder Englisch zu Hilfe nehmen, das geht eh fast immer hier, aber ich wollt halt voll auf local machen.

Essen war trotzdem gut und saubillig, da macht sich das niedrige Lohnniveau hier bemerkbar. Danach gings fast Luftlinie wieder runter.

Da ich keine sonstigen Plaene an dem Tag hatte ging ich einfach weiter und kam ich in die Rue de Palma, eine Strasse die mich ein wenig an den Mexikoplatz in Wien zu Beginn der 90er erinnerte, ein Ramschladen nach dem anderen. auch die Atmosphaere war etwas seltsam, bin mir da ziemlich auffaellig vorgekommen. Hab dann nachher auch gelesen dass man die Gegend abends meiden soll.

Hm naja so schlimm hab ichs auch wieder nicht empfunden. Langsam gings wieder zurueck Richtung Cascais (tolle Zugfahrt immer entlang der Kueste mit Meeresblick, kurz vor Cascais gehts durch Estoril durch). Im Quartier wieder chillen denn am Abend gehts ins Lissaboner Nachtleben.

Mit Robert in Lissabon abends getroffen gings los Richtung Bairro Alto, einer der Nighlife-Zentren Lissabons. Es war noch frueh „erst“ 23.00 daher war nicht allzu viel los in den engen Gassen in denen ein Lokal neben dem anderen ist. Gegen 24.00 war schon mehr los, nicht in den Lokalen, sondern in den Strassen wo die Leute stehen trinken und reden.

Fuers Nachschubholen gehts in die Lokale aber die meiste Zeit stehen die Leut draussen. Ja klar denn das ist es auch im Winter nicht so kalt wie bei uns.

Getraenkepreise sind uebrigens gefaehrlich niedrig – das kleine Bier um die 1,5 Cocktails kannst schon ab 3,5 haben.

Gut das wir beiden alten Herren schon um 1.00 abreissen, damit ich meinen letzten Zug bekomme. Das schaffe ich auch ganz knapp und gegen 2.30 liege ich dann in meinem Bettchen und freu mich schon auf den naechsten Tag …

Written by Manuel

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